Sie sind hier: Startseite » Projekte » Kinder von Ladakh

Kinder von Ladakh

Neues Projekt in Indien.

Wir sind froh, unser neues Projekt vorzustellen, welches unsere Organisation Shanti Onlus im letzten Sommer in Ladakh, im Kleinen Tibet im Himalaya begonnen hat.
Ende Mai war ich zu einem Yatra (Pilgerreise) in die heiligen Orte Nord-Indiens eingeladen. Ich habe Ladakh, Kaschmir und Jammu besucht. Leh ist die Hauptstadt von Ladakh und befindet sich im Nord-Westen des Himalaya, zwischen dem weiten Hochland von Tibet und Kaschmir, auch Indische Schweiz genannt. Das Gebiet ist im Vergleich zum üppigen Kaschmir sehr trocken, aber die Atmosphäre, die man atmet, ist bezaubernd.

Die Einwohner sind vorwiegend Tibeter, sehr friedlich und ruhig. Leh befindet sich auf 3.500 m Höhe und ist von über 7.000 m hohen schneebedeckten Gebirgszügen umgeben. Das Hochland erstreckt sich längs des Flusses Indus und war schon immer von großer Bedeutung, da dort die antike Seidenstraße, der wichtigste Zugang nach China und Zentralasien, abzweigte. Ein wahres und wirkliches Juwel.
Wir waren Gäste eines wunderschönen, buddhistischen Klosters und konnten somit dessen Gründer Bhikkhu Sanghasena, eine freundliche und großzügige Seele, kennenlernen. Der Lama bemüht sich unaufhörlich den alten Menschen der dortigen Bevölkerung eine Wohnstätte bei den winterlichen, eisigen Temperaturen zu geben. Auch der jungen Generation gibt er eine gute Ausbildung, damit sie eine bessere Zukunft haben kann.

Beim Besuch der Schule haben wir erfahren, dass die meisten Schulkinder in weit entlegenen Dörfern im Hochgebirge leben und folglich ist es für sie unmöglich zur Schule zu gehen. Die einzige Möglichkeit wäre für sie, vor allem in den Wintermonaten in der kleinen Herberge neben der Schule untergebracht zu werden. Da das Heim nur wenige Schüler beherbergen kann, bemühen wir uns nun ihnen zu helfen. Wir möchten das Heim vergrößern, um mindestens 200 Mädchen eine Unterkunft geben zu können. Wir wissen, dass leider die Mädchen viel geringere Möglichkeiten haben, eine angemessene Ausbildung zu bekommen.
Die Bauarbeiten haben schon begonnen und wir hoffen, dass sie mit Wintereinbruch beendet sein werden. Da das Land dort immer wieder von Erdbeben heimgesucht wird, hält man sich beim Bauen an strenge erdbebensichere Regeln. Geologisch wächst der Himalaya jährlich einige Millimeter und daher kommt es immer wieder zu Verschiebungen der Erdplatten.
Wir hoffen auf die Großzügigkeit all unserer Freunde, um dieses neue Projekt weiterführen zu können. Wir danken dem Feingefühl eines Jeden, der wie die unsichtbare Hand Gottes handelt, welche viele Leben verwandelt und zu einer neuen Zukunft führt. Das leise Lächeln der Kinder drückt viel besser ihre Dankbarkeit aus als viele Worte es könnten.

Bilder aus Ladakh